Magen- und Darmspiegelung (Gastroskopie und Coloskopie)

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Was ist eine Dickdarmspiegelung?

Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist eine Untersuchung des Dickdarms (Kolon) mit einem Endoskop. Dieses sogenannte Koloskop ist ein flexibler Schlauch mit einer Optik (Lichtquelle und Kamera), der über den After in den Darm geschoben wird. Der Arzt kann damit das Innere des Dickdarms betrachten, bei Bedarf Gewebeproben entnehmen (Biopsie) oder kleinere operative Eingriffe durchführen.

 

Wann ist eine Dickdarmspiegelung notwendig?

Bei folgenden Zuständen sollten Sie eine Dickdarmspiegleung durchführen lassen:

  • Blut im Stuhl
  • Positivem Hämoccult-Test: Mit diesem Test sind geringe Mengen nicht sichtbaren Blutes im Stuhl nachweisbar
  • Änderung der Stuhlgewohnheiten wie anhaltender Durchfall (Diarrhoe) oder Verstopfung
  • Abklärung unklarer Schmerzen im Bauchbereich
  • Zur Früherkennung von Darmkrebs im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung (vor allem, wenn es in der Familie bereits Fälle von Darmkrebs gab)
  • Im Rahmen der Nachsorge nach Entfernung von Darmpolypen sowie nach einer Darmkrebserkrankung


Erkrankungen, die sich durch die Koloskopie aufdecken lassen, sind:
 
  • Dickdarmpolypen (sie gelten als Vorstufe zu Darmkrebs)
  • Darmkrebs
  • Divertikulose (Divertikel = Ausstülpungen der Darmwand)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Akute Entzündungen und Durchblutungsstörungen der Darmwand
  • Anomalien an den Blutgefäßen des Darms



Wie läuft die Darmspiegelung ab?

Zunächst sollte 2-3 Tage vor der Untersuchung die Ernährung umgestellt werden: Rohes Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte sollten vermieden, sowie gut Gekochtes sollte bevorzugt werden. Am Tag vor der Untersuchung nehmen Sie bitte vorwiegend Flüssiges (Suppen, Säfte, Tee, usw.) zu sich. Zusätzlich ist eine Reinigung bzw Vorbereitung des Darmes mit einer Darmspüllösung notwendig, wobei ich hierbei das Präparat Moviprep bevorzuge. Weitere Informationen zur Darmvorbereitung mit Moviprep finden Sie hier.

Bei der Untersuchung schiebt der Arzt das Koloskop vorsichtig über den After in den Mastdarm und von dort aus weiter in den Dickdarm vor. Durch das Einblasen von Luft entfaltet sich der Dickdarm und ist so für den Arzt besser einsehbar. Dank der Biegsamkeit des Endoskops kann der Arzt den Windungen des Dickdarms gut folgen und das Koloskop bis zur Mündung des Dünndarms in den Dickdarm schieben.

Die gesamte Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Sie bereitet normalerweise kaum Schmerzen, wird aber oftmals als unangenehm empfunden. Auf Wunsch erhalten Sie im Vorfeld ein beruhigendes und schläfrig machendes (sedierendes) Medikament.

 

Magenspiegelung:

 

Bei der Magenspiegelung, bzw. der Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, wird mit Hilfe eines Endoskopes (Gastroskop) die Speiseröhre, der Magen und der Zwölffingerdarm unter direkter Sicht untersucht und gegebenenfalls Gewebsproben entnommen, welche der Pathologe anschließen unter dem Mikroskop untersucht.

Die Untersuchung wird meist in Sedierung (im Dämmerschlaf) durchgeführt und dauert etwa 10 Minuten.

 

Eine Magenspiegelung sollte bei Oberbauchschmerzen, Reflux, Sodbrennen, Schluckbeschwerden, als auch bei Verdacht auf Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder Tumorverdacht durchgeführt werden.

 

Oft wird die Magenspiegelung in Kombination mit der Coloskopie unter Sedierung durchgeführt.